Heute …

… vermag mich kein Hesse und kein Kant zu binden denn der Herbst singt sein goldenes Lied. Die warmen Strophen streichen samtig übers Gemüt und obzwar er von Vergängnis singt fühlen wir uns wohl darin.

Gestern noch betrachtete gar ich mich bald mit Argwohn als ein „föhnklarer Himmel“ eines Hesse, eines Novalis meinen Winkeln eine Träne entlockte. Heute ist das Leben selbst der Erzähler und die Geschichte ist nicht hinter Worten verborgen sondern greift direkt in unsere Seele.
Es klingt Erinnerungen an die kaum unsere sind und zeigt uns Bilder die wir wohl sahen doch nie lebten und dennoch ist uns all das nicht fremd.

Der letzte Strahl verklingt nicht in einem Paukenschlag doch mit einer letzten Violine, einem Violoncello, in Harmonie, in Conjunction. Und wir gleiten dahin als wäre es nie anders gewesen.
Ein Zauber den wir ob des Wissens, dass er selten oder gar einmalig ist, nein, eher gerade drum bist zum letzten Klang verzehren und endlich kehren wir zurück in den Schoß von Gaia.