Kaffee in der Nacht

Heute hab ich Bertolt Brechts „Trommeln in der Nacht“ durchgeschmökert. Die Komödie hat mir mit ihren 60-7 Seiten ca. eine Stunde meines Lebens versüßt, denn im vergleich zu anderen ‚aktischen‘ Werken hat mir dies sehr zugesagt!

Während des Spartakusaufstands bzw. der Novemberrevolution im frühen 20. Jhd. spielend trumpft Brechts Stück mit Charakterstärke. Oft kann man wohl Werken durch eine Aufführung die nötige Seele entziehen; bei Trommeln in der Nacht brauche ich allerdings gar keine Inszenierung und zweifle gar daran, dass diese welche die Geschichte lebendiger erzählen könnte. Die Entdeckung, dass das Buch eines Brechts erster Werke war hat mich überrascht – es war so gut, dass es sogar mich als geschichtsuninteressierten Menschen interessiert hat.

Was gibts sonst zu berichten?

Ich scheine, wenn man mal von der nicht ganz zylindrischen Tassenform absieht, meinen Kaffee in recht periodischen Zeitintervallen zu konsumieren:

periodisches KaffeetrinkenWenn man das Gesicht bewegt bis man den Staub des Bildschirms auf den Augäpfeln hat kann man die „Jahresringe“ in meiner Kaffeetasse erkennen. Mäße ich nach kämen bestimmt exakt gleiche Abstände zwischen den Ringen bei raus. Ich scheine beim Arbeiten (am PC) einen bestimmten Konzentrations-Meditations-Rhythmus zu haben.

So, erstaunt, dass es hier tatsächlich mal auch Informationen zu mir gibt? Ich auch.

Grüße