Glückwunsch

Warum ist der Glückwunsch nun kaum mehr als eine Beteuerung der Anerkennung einer Leistung? Glückwunsch, du bist erster. Glückwunsch du hast xy geschafft.
Ist das nicht ziemlich dämlich?

Sollten Glückwünsche nicht äquivalent sein zu „viel Glück“ oder „alles Gute“? Sollte das Glück, das man jemandem wünscht, nicht eher auf eine, eventuell schwierige, Aufgabe vorbereiten oder den Bewünschten auf seinem Pfade begleiten und unterstützen?
Stattdessen kommt der Glückwunsch, auch wenn er herzlich ist, nur an, wenn er schon gar nicht mehr benötigt wird, da die Aufgabe schon abgeschlossen ist.
Ist das nicht ziemlich dämlich?

Wenn man jemanden zum Geburtstag beglückwünscht, dann muss man alles Gute immer noch als Konjunktion daransetzen. Wenn man jemandem zur Schwangerschaft Glück wünscht, dann klingen die Schwingungen eher nach „find ich toll, dass du das geschafft hast“ und weniger nach „möge dich das Glück begleiten auf dem Weg des Mutterwerdens“.
Ist das nicht ziemlich dämlich?

Wann hat der Glückwunsch den Wunsch verloren? Oder ward er gar so geboren?