Durch die Nacht

Irrlichter tanzen durch die Stadt
ein Flackern tief im Meer
Geisterkleider laden zum Ball
und ein leiser Geigenklang verton die Sommernacht

Sie schläft nicht, sie wacht nicht
sie ruht sanft hinter Wand und Tür
sie glüht noch von den Anstrengungen des Tages
der langsam im tiefen Ausatmen versickert

Ich schwebe durch Schluchten
und atme voll Wohlgefallen
die Fregatten liegen in ihren Buchten
letzte Sebelklänge verschallen in der Ferne

Ich lege mein Ohr auf ihre Arme und Adern
und lausche an ihrem Puls
ich fühle ihn wie ein Prickeln auf meiner Haut
unsere Herzen schlagen im Takt

Ruhe fein meine Schöne
morgen schon liegst du wieder im Kampf
ruhe fein, schlafe ein
nicht zu fest

vom alten Paper Stack, geschrieben 2011 vermutlich

untitled/4/9/12

… denn du passt genau in meine Arme
und in mein Herz genau dein Name
Bin der König – bist die Dame

Bin der Leuchtturm ‚dich vor Gefahren warne
 vertrau auf meinen steten Schein
Mache aus kalten Füßen warme
 klamme Gäste checken ein
Halt‘ dich fest bis zum Schrei des Hahne
 bis zum Tau-Licht bist du mein

2bc